Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung meines ursprünglich in englischer Sprache verfassten Berichtes über die schlechte Kundenservice-Erfahrung mit T-Mobile Deutschland. Aufgrund des überwältigenden Feedbacks, dass ich unter anderem von zahlreichen Betroffenen in Deutschland erhalten habe, erscheint der Artikel nun auch in der deutschen Fassung.
T-Mobile Deutschland verkauft wie viele andere Mobilfunkanbieter weltweit PCMCIA Datenkarten als OEM Produkte der Option Wireless Technology um Nutzern mobilen Highspeed Zugriff ins Internet via UMTS und GPRS zu ermöglichen.

Telcos sind nicht gerade bekannt dafür, schnell auf sich verändernde Märkte zu reagieren und so gibt es für Windows Vista zurzeit keine Treiber für die PCMCIA Karte, die sich im Gerätemanager als Fusion UMTS GPRS WLAN – 3G Modem identifiziert.
Dies ist insbesondere deshalb sehr ärgerlich, weil Microsoft seit über 18 Monaten das Technology Adaption Program (TAP) für Windows Vista promotet – Zeit genug also, um die eigene Software einem sorgfältigen Check zu unterziehen.
Während der Kundenservice versucht die Schuld auf Microsoft zu schieben – vollkommener Unsinn, den Microsoft hat noch nie Treiber für Fremdhersteller selbst produziert – ist dies kein reines T-Mobile Problem. Auf der ganzen Welt suchen Mobile Worker bereits seit einiger Zeit nach einer Lösung. Spuren finden sich in zahlreichen Foren.
Weil auch ich von dem exakt gleichen Problem betroffen bin, habe ich den Hardware Hersteller- Option – direkt kontaktiert.
Während die E-Mail an den T-Mobile Deutschland Geschäftskunden-Support nach 48 Stunden noch immer auf ein Lebenszeichen wartet, antwortete Option Wireless Technology innerhalb von fünf Stunden. (Vielleicht sollte jemand bei T-Mobile einmal generell darüber nachdenken, wie mit Kunden umgegangen wird, aber das ist eine andere Geschichte.)
Option’s Antwort brachte leider auch keine Lösung, allerdings einige Hinweise auf den Stand der Dinge:
Hier ist die übersetzte Antwort von Option:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Technischer Support und Treiber für Ihre Karte müssen tatsächlich über T-Mobile erfolgen. Wir können Ihnen allerdings mitteilen, dass Vista Treiber während wir Ihnen diese Antwort schreiben WHQL’ed und released werden.
Sehr bald präsentieren wir die Treiber allen Mobilfunkanbietern (inklusive T-Mobile Deutschland) die dann entscheiden, ob sie ihren jeweiligen Kunden zur Verfügung gestellt werden.
Da Ihre Karte ein OEM Produkt ist, können wir Ihnen nicht direkt helfen. Es ist eine Vorschrift bei Option, keine beta Treiber an Kunden auszuhändigen.
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Mit den besten Grüßen
Nadim Saeed
OPTION Wireless Technology
Customer Support
Nun, ich hoffe T-Mobile gibt die Treiber möglichst bald weiter. Ansonsten muss sich mein Unternehmen nach einem alternativen Provider für mobile Datendienste umsehen.
Update 13. Januar 2007
In der Zwischenzeit sind einige E-Mails von T-Mobile eingetroffen.
In der ersten E-Mail wurde behauptet, man habe die hauseigene Software erfolgreich unter Windows Vista getestet. Dennoch habe man mir freundlicherweise eine Word-Datei angehängt, die beschreibt, wie man manuell eine Verbindung herstellt – unter Windows XP ServicePack 2. Ich antwortete, dass die T-Mobile Treiber definitiv nicht unter Windows Vista RTM (Release to Manufacturing) funktionieren. Einige Tage später gab man dann zu, dass die hausinternen Tests wohl mit Windows Vista Release Candidate 1 durchgeführt wurden. Nun, im RC 1 war die Treiberarchitektur natürlich nicht das, was sie heute in Windows Vista ist.
Zurzeit lautet die unschöne endgültige Antwort von T-Mobile also, dass die Treiber auf der T-Mobile Homepage zum Download angeboten werden, wenn sie verfügbar sind. Wann dies der Fall sein wird, möchte mir niemand verraten.
Warten wir weiter – es ist bereits jetzt eine Schande für T-Mobile.
Update 24. Januar, 2007
Eine neue E-Mail von T-Mobile. Es gibt gute Nachrichten: Zur Verfügbarkeit von Treibern für Windows Vista äußert sich T-Mobile auf der CeBIT im März 2007. Nein, ich scherze nicht. Windows Vista wird am 30. Januar ausgeliefert und T-Mobile hat keine bessere Antwort, als zwei Monate zu warten bis sie ihren Kunden wieder erlaubt, das mobile Internet zu nutzen. Das Drama geht weiter!