Nicht wirklich überraschend waren die “Enthüllungen” von Steve Jobs am gestrigen Mittwoch: Neue iPod mp3-Player sind es also, die Apple pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ins Rennen schickt.
Neben der angekündigten deutlichen Preissenkung für das iPhone, die alle Early Adaptors und treue Apple Fans verärgern dürfte, weil sie das lange Anstehen im Anfangsrausch auch noch mit überteuerten Preisen bezahlen durften, nähert sich der iPod touch dem iPhone an. Lediglich der iPod classic erinnert an die Modelle der bis gestern noch aktuellen Generation.
Gravierender offensichtlicher Nachteil der touch-Serie dürfte sein, dass das Gerät keine Bedienelemente mehr hat, sondern einzig über den beim iPhone schon nicht funktionierenden berührungssensitiven Bildschirm bedienbar ist.
Wer also beispielsweise die Lautstärke nachregulieren möchte, muss zukünftig das Gerät aus der Hostentasche fummeln und warten bis der Touch-Screen bereit ist. Ein mp3-Player der nicht mal mehr über Standard-Elemente wie “Vor”, “Zurück”, “Pause/Play” und einen Lautstärkeregler verfügt, dürfte als Liebhaberobjekt vielleicht Anhänger finden, in der Praxis aber eher keine Usability-Preise verdienen.
So bliebe mir als einer jener Nutzer, die den iPod hauptsächlich auf Reisen einsetzen wo er immer in irgendeiner Tasche steckt, lediglich der neu aufgelegte iPod classic. Diesen jedoch liefert Apple ohne WiFi-Fähigkeit aus – wahrscheinlich um genau diese innerhalb der nächsten 6 Monate nachzuvermarkten.
Fazit: Der letzte Apple iPod war tatsächlich mein letzter Apple iPod. Zeit sich beim Wettbewerb umzusehen. Meine 299 US$ werden Apple nicht fehlen, wohl aber mein iTunes Umsatz – denn um den geht es ja eigentlich.