So beginnt der aktuelle Werbespot für das neue Nokia N 95.
Was haben sich die Kreativen der Londoner Agentur Lowe, die für die Kampagne verantwortlich zeichnen, nur dabei gedacht? Oder liegt es an der Adaption der Düsseldorfer GRAMM?
Über das N 95 weiß ich gar nichts, über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten und wahrscheinlich gewinnt die Kampagen sogar irgendeinen Preis.
Mir jedoch bleibt rätselhaft, wer die Werbetreibenden auf die Idee gebracht hat, man müsse Markenbotschaften möglichst weit weg vom Objekt der Begierde formulieren. Schon Vodafone’s “Make the most of now” sieht sich zwar schön an, verliert sich allerdings bezogen auf die Identitätsbildung und vor allem das Auslösen eines Kaufimpulses – um den es letztlich geht – im Niemandsland. Oder gibt der gut gelaunte junge Mann, der durch die Weltgeschichte wandert und Menschen freundlich “Guten Tag” sagt mir irgendeinen Grund, beim nächsten Bummel durch die Stadt in einen dieser meist völlig überfüllten, engen Vodafone Shops zu gehen, unmöglich lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen und ein durchgebrandetes Telefon zu erwerben sowie einen Tarif aus einem Djungel, den niemand mehr versteht? Eher nicht.
Nokia ist auf einem guten Weg genau dorthin. Jedenfalls werblich.